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Wie sieht die Therapie aus, wenn Osteoporose diagnostiziert wurde?

Ebenfalls wie bei der Diagnostik, helfen auch bei der Entscheidung zur Therapie der Osteoporose, die Leitlinien des Dachverbandes für Osteologie. Es ist gut und klar strukturiert, welche Therapiemaßnahmen unter welchen diagnostischen Voraussetzungen ergriffen werden sollen.
Generell setzt sich die Osteoporosetherapie aus nicht medikamentöser und medikamentöser Therapie zusammen:

Nicht medikamentöser Therapie


I. Umsetzung der Basismaßnahmen zur Osteoporose und Vermeidung von Brüchen  (Basistherapie)

1. Koordination, Muskelkraft, Stürze

Wichtig ist die regelmäßige körperliche Aktivität mit der Zielsetzung, Muskelkraft und Koordination zu fördern. Bei einem Alter über 70 Jahren ist es wichtig, jährlich zu erheben wie oft und warum Sie stürzen. Bei hohem Sturzrisiko ist es notwendig, die entsprechende Ursachen- und Risikoabklärung und dahingehend die Therapie vermeidbarer Sturzursachen durchzuführen.

2. Ernährung und Lebensstil

3. Sturz- bzw. osteoporosefördernde Medikamente

Sorgfältige Überprüfung der Notwendigkeit, der täglichen Tabletteneinnahme.

II. Schmerztherapie bei Frakturen und funktionelle Verbesserung

Einsatz der medikamentösen Schmerztherapie, individuell abgestimmt, schnellstmögliche Mobilisierung, evtl. auch Einsatz von Orthesen zur Stabilisierung.

Ambulante/stationäre Rehabilitation, Physiotherapie, Funktionstraining, psychosoziale Betreuung, ggf. qualifizierte Selbsthilfegruppen.

Vertebro/Kyphoplastie: Verfestigung und Wiederaufrichtung von eingebrochenen Wirbelkörpern, bei Versagen der medikamentösen Schmerztherapie.

Therapie