Logo Osteoporosezentrum Oberfranken

Wie wirkt sich eine Osteoporose aus?

Leider verläuft die Erkrankung anfangs schleichend. Dies heißt, sie macht oft keine oder nur unterschwellige und oft fehl gedeutete Symptome. Unmittelbare klinische Auswirkungen sind dann häufig so genannte „Sinterungsbrüche der Wirbelsäule" sowie Begünstigung von in der Regel sturzbedingten Knochenbrüchen.

Die Sinterungsbrüche der Wirbelsäule führen häufig zu akuten und/oder chronischen Rückenschmerzen und zu einer vorübergehenden bzw. teilweise auch bleibenden Beeinträchtigung der Funktionalität und der Lebensqualität.

Durch die Sinterungen kann es zu einer Größenabnahme kommen, die sehr variabel ist und im Einzelfall mehr als 10 cm betragen kann. Daneben treten vereinzelt funktionelle Beschwerden auf, die auch die Lunge und den Magen-Darm-Trakt betreffen. Osteoporose verursachte Knochenbrüche führen bei Frauen und Männern zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Diese ist im ersten Jahr der Fraktur am stärksten ausgeprägt. Es kann zu leichten bis schwerwiegenden Verformungen und Verkürzungen des Oberkörpers kommen, durch osteoporosebedingte Wirbelkörpereinbrüche. Aber auch periphere osteoporosebedingte Frakturen, wie zum Beispiel Brüche des oberen Ende des Oberschenkelknochens, des Oberarmes und des Unterarmes führen zu funktionellen Einschränkungen und somit auch zur Minderung der Lebensqualität, Mobilität und Alltagsfähigkeit.

Leider sind osteoporosegebundene Frakturen bei Frauen und Männern mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. Der Anstieg der Sterblichkeitsrate ist im ersten Jahr nach der Fraktur am höchsten, zum Beispiel weisen hüftgelenksnahe Frakturen in den ersten 6 Monaten nach der Fraktur eine deutliche Übersterblichkeit von ca. 20 bis 25 % auf, dass bedeutet jeder 5. bzw. 4. Patient.

Auswirkungen